Womit eigentlich bereits schon die Antwort gegeben wäre, denn so funktioniert das nun mal nicht. Fremdkörperteilchen unterhalb einer gewissen Mindestgröße und Beschaffenheit werden nicht vom Körper umgewandelt und/oder abtransportiert, sondern in die Collagenfasern eingebunden, auf dass sie dort für immerdar verbleiben. Pech gehabt. Nun zu Fall b): Der „Bio-Tätowierer“ behauptet, in seinem mit schönen Urkunden und Zertifikaten geschmückten Kämmerlein, er würde mit seinen speziellen Maschinen (die man allgemein getrost in die Tonne treten kann) nur in so geringe Tiefe stechen, dass die Farben nur in die oberste aller Hautschichten gelangen. Das Ganze soll dann so lange halten, wie er es hält, zwischen ein paar Monaten und ein paar Jahren, und dann verschwinden. So, nun vom Traum zu den Fakten: Nur in die oberste Hautschicht zu stechen ist praktisch nicht möglich, denn zum einen ist die oberste Hautschicht für die relativ dauerhafte Aufnahme von solchen Farben überhaupt nicht geeignet, zum anderen ist diese lediglich 0,03 bis 0,05 mm dick, und so präzise kann kein Mensch stechen. Zum anderen erneuert sich diese Hautschicht, auch „Epidermis“ oder „Oberhaut“ genannt, innerhalb von 28 Tagen. Womit eigentlich spätestens jetzt geklärt sein sollte, dass das einzige, was innerhalb von ein paar Monaten wieder verschwunden ist, der Typ ist, der den Mist gestochen hat. Mit der eingenommenen Kohle natürlich... Wieder Pech gehabt. Für den Fachmann, der das dann hinterher wieder ausbügeln soll, kommt zumeist erschwerend hinzu, dass diese Machwerke dermaßen dilletantisch verarbeitet wurden, dass das Gewebe ziemlich vernarbt ist, dass Narbengewebe Farbe teilweise recht ungern annimmt und auch nie wieder richtig glatt ausschaut. Oftmals kommen auch noch, durch unzureichende hygienische Zustände, eitrige Entzündungen dazu, was dann erst recht Narben hinterlässt. Von der künstlerischen Ausführung dieser Bildchen will ich hier jetzt gar nicht reden.
Wirklich nicht ... Schluss! |